Heuristiken

Unter heuristischen Methoden der Teilnehmerschätzung sind Methoden zu verstehen, welche mit begrenztem Wissen bzw. Vermutungswissen und minimalen Zeitaufwand zu (mutmaßlich) guten Schätzungen der tatsächlichen Anzahl an Teilnehmer kommen.

Eine solche Methode ist das Schätzen aufgrund von vorhergehenden Erfahrungen:

  1. Fortschreibung anderer Schätzungen: Aufgrund einer anderen Veranstaltung zu einem früheren Zeitpunkt am gleichem Ort, kann mittels Vergleich abgeschätzt werden, ob die aktuelle Anzahl der Teilnehmer in etwa gleich, größer oder weniger ist. Dies kann entweder mittels des visuellen Gedächtnisses, Vorlage von Fotos oder Betrachtung von Überblicksvideos geschehen. Liegen für die vorgegangene Veranstaltung verlässliche Zahlen vor, so lässt sich somit grob die aktuelle Zahl abschätzen bzw. untere oder obere Schranken angeben.
  2. Intuition aufgrund von Erfahrungswissen: Personen, welche sich oft bei Großveranstaltungen aufhalten wie Polizisten, Journalisten oder Veranstalter, entwicklen oft eine starke Intuition dafür, wie viele Menschen anwesend sind. Wird diese Intuition stetig anhand systematischer Überprüfung der tatsächlichen Zahlen überprüft, so kann dieser intuitiven Schätzung durchaus eine gewisse Sicherheit zugestanden ist. In aller Regel zeigt sich aber, dass wenn diese Intuition hinterfragt wird, die Personen oft nicht die Gründe für ihre Schätzung benennen können.
  3. Ersetzung von Wissen durch Vermutung: Weitere heuristische Schätzmethoden lassen sich aus bestimmten systematischen Schätzmethoden ableiten, indem aufwendig zu messende Parameter durch Vermutungen ersetzt werden.

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