Zwischen 780 bis 830 Teilnehmer bei 23.Legida - zwischen 700 bis 800 bei Nolegida

Am 12.10.2015 versammelte sich zum 23. Mal das Protestbündnis Legida zu einer Auftaktkundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz mit anschließendem Marsch und Rückkehr über den westlichen Innenstadtring.

Zwischen 780 bis 830 bei Legida

Unmittelbar zu Beginn des Protestmarsches unternahmen wir von erhöhter Position den Versuch einer direkten Zählung mit dem Ergebnis von 671. Dabei wurde die Zählung  mehrmals durch direktes und starkes Licht von Taschenlampen gestört, sodass der Zählfokus verloren ging. Die Zahl von 671 wurde dabei als zu niedrig eingeschätzt. Es ist hier interessant anzumerken, dass wir zuletzt bei der 2.Legida derart in unserer Arbeit gestört wurden. Auch kam es  zu den obligatorischen Beschimpfungen, welche ein konzentriertes Arbeiten immer ein wenig erschweren.

Auf Höhe des Schauspiel Leipzig wiederholten wir den Versuch einer direkten Zählung mit dem Resultat 951. Auch hier kam es wiederholt zu Blendungen durch starkes Licht sowie Beschimpfungen. In diesen Fall wurde aber versucht nach Verlust des Zählfokus neu anzusetzen, sodass mit sehr hoher Sicherheit schon gezählte Personen nochmals gezählt wurden, aber so zumindest eine sichere obere Grenze gewonnen werden konnte.

Aufgrund der starken Schwankungen in den ersten beiden direkten Zählungen, wurde bei Rückkehr des Aufzuges auf den Richard-Wagner-Platz eine weitere direkte Zählung unternommen mit dem Ergebnis 821.  Basierend auf den insgesamt drei direkten Zählungen gaben wir eine erste grobe Schätzung ab:

Auf Höhe des Schauspiel Leipzig nahmen wir das folgende Video des Protestzuges auf.

Eine nachträgliche Auszählung durch einzelnes Markieren jeder einzelnen Personen, welche eine fiktive Ziellinie (blaue Linie im Video) überschritt, wurde eine Anzahl von 781 Personen ermittelt.

Damit erscheint es als sehr sicher, dass zwischen 780 bis 830 Personen an der 23.Legida teilnahmen.

Zwischen 700 bis 800 bei NoLegida

Um den an verschiedenen Orten verstreuten Gegenprotest der Nolegida abzuschätzen, unternahm ein studentisches Zählteam der Soziologie gegen 19:30 den Versuch einer simultanen und direkten Zählung an folgenden Orten:

  1. Gegen 19:37 wurden an der Hainspitze  518 Personen gezählt.
  2. Gegen 19:31 wurden an den Höfen am Brühl (53 Personen) und an der Straßenbahnhaltestelle Goerderlerring (52 Personen) insgesamt 105 Personen gezählt.
  3. Gegen 19:35 wurden auf dem Thomaskirchhof 82 Personen gezählt.

Somit wurden 705 Personen gezählt. Beim Austausch der einzelnen Zahlen der Zähler kam es aber dabei zu einer kleinen Kommunikationspanne: So wurden zuerst vom Leiter des Teams (Stephan Poppe) nur die 52 Personen an der Straßenbahnhaltestelle registriert, aber nicht die weiteren 53 Personen, welche an den Höfen am Brühl standen.  Basierend auf der falsch registrierten Zahl Gesamtzahl 652 wurde daher die folgende Schätzung abgegeben:

Mit Beginn des Aufzugs der Legida über den westlichen Innenstadtring verlagerte sich auch der Gegenprotest in Richtung  Thomaskirche. Dort wurden gegen 20:17 insgesamt 698 Personen gezählt. Dabei verblieben aber sicher auch Personen in Nähe des Richard-Wagner-Platzes.

Basierend auf diesen Zahlen erscheint es als sicher,  dass zwischen 700 bis 800 Gegendemonstranten auf Seite von NoLegida standen.

Fazit

Sowohl bei der unmittelbaren Schätzung der Teilnehmerzahlen der Legida als auch der NoLegida kam es im Vergleich zur nachträglichen Schätzung zu einer gewissen Über- bzw. Unterschätzung.

Diese Fehler sind alleine dem Leiter des Teams anzulasten und nicht den studentischen Mitgliedern des Teams, welche alle eine sehr gute Arbeit geleistet haben. Die persönliche Anwesenheit des Leiters beim Legida-Aufmarsch und alleinige Zählung der Legida durch diesen, bei gleichzeitiger Koordination des restlichen Teams,  macht hoffentlich verständlich, dass diesem erfahrenen Demozähler hier kleinere Fehler unterlaufen sind.

Durch eine bessere Koordination und mehr Redundanz bei den Zählungen durch wenigstens zwei Zähler beim Legida-Marsch hätten diese Fehler möglicherweise vermieden werden können.

 

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