Zwischen 410 bis 440 Teilnehmer bei der 12. Legida in Leipzig

Bei sommerlichen Temperaturen versammelte sich am 4. Mai 2015 zum 12. Mal die Legida auf dem Leipziger Simsonplatz. Der Ablauf ähnelte jenem der beiden Vorwochen mit Auftakt auf dem Simsonplatz,  Demozug über den Westring und anschließender Abschlusskundgebung.

Auf der Auftaktkundgebung schossen wir eine Sequenz von hochauflösenden Bildern, welche in der Auswertung mittels Adobe Photoshop zu einem Panoramabild zusammengesetzt wurden:

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Panoramabild der Auftaktkundgebung auf dem Simsonplatz vor dem Bundesverwaltungsgericht. Bild und Bearbeitung: Marcel Sarközi und Stephan Poppe

Ein direktes Auszählen dieses Bildes lieferte eine Anzahl von 407 Personen, wobei einige Personen durch Fahnen und vermutlich auch durch andere Personen verdeckt blieben, sodass sie nicht erfasst werden konnten.

Basierend auf unseren Erfahrungen mit dem direkten und unmittelbaren Zählen eines Demozuges, siehe unsere Zählung bei der 11. Legida, unternahmen wir erneut den Versuch diese Methode anzuwenden. Wir positionierten uns an einem Nadelöhr direkt am Pleise-Graben und dem Ring. Dort ermittelten wir 441 (Zähler A) bzw. 475 (Zähler B) Personen. Problematisch war hierbei, dass der Demozug teilweise von einer Kette flankierender Polizisten begleitet wurde. Dadurch konnte nicht ausgeschlossen werden kann, dass wir evtl. Polizeibeamte als Demonstranten mitzählten bzw. diese zusätzliche kognitive Aufgabe der Unterscheidung von Demonstranten und Beamten uns vom eigentlichen Zählen der Demonstranten ablenkte.

Wir wiederholten daher diesen Versuch einer direkten Zählung am Schauspiel Leipzig, wo wir von erhöhter Position mit sehr gutem und vor allem breitem Blick auf den Demozug 385 (Zähler A) bzw. 425 (Zähler B) Personen zählten. Dort nahmen wir auch ein Video des Demozuges auf, welches wir durch direktes Zählen auswerteten und eine Zahl von 420 Personen ermittelten.

Berücksichtigt man diese verschiedenen Schätzungen, so lässt sich sicher schätzen, dass in etwa 410 bis 440 Teilnehmer an der 12. Legida teilnahmen.

Wiederholt machen wir damit die Beobachtung, dass unmittelbare Methoden des Schätzens, wie die direkte Zählung oder Reihenzählung, unter günstigen Umständen sehr gut funktionieren. Liegen diese Bedingungen aber nicht vor, so treten verhältnismäßig große Fehler auf.

Dies spricht klar dafür, immer mehrere Schätzmethoden zur Anwendung zu bringen bzw. diese mehrmalig anzuwenden.

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